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Auf den folgenden Seiten haben wir relevante Informationen zur Landnutzung im Landkreis Lüneburg zusammengetragen. Diese Systemanalyse dient als Informationsplattform zur Vorbereitung auf die Szenarioentwicklung.

Wir laden Sie im Folgenden herzlich dazu ein, diese nach Ihrem Interesse zu erkunden.

 

 

 

Ein wichtiger Schritt der Szenarioerstellung ist es, die Einflussfaktoren (im Folgenden: Treiber) zu identifizieren. Da unser System die Landnutzung im Landkreis Lüneburg ist, können wir auf Forschung zu den Fragestellungen „Was sind eigentlich Gründe für Landnutzungsänderungen? Was treibt die Änderung von Landnutzung an?“ zurückgreifen. Diese sogenannten Treiber für Landnutzungswandel sind also in unserem System die Einflussfaktoren und werden auf dieser Plattform beschrieben.

„Der Begriff Landnutzung bezeichnet die Nutzung der Erdoberfläche durch den Menschen und kann durch die Art, die Intensität und den Zweck der Nutzung beschrieben werden” (Gömann und Weingarten 2018, 1336). Es ist ein Begriff, der den Menschen in den Vordergrund stellt. Somit kann er klar abgegrenzt werden von Landbedeckung, welche die biophysikalischen Eigenschaften der Erdoberfläche umfasst.

Mit einem Landnutzungswandel sind alle Änderungen der Landnutzung gemeint. Das kann sich auf die Intensität einer Nutzungsart beziehen – z.B. intensive vs. extensive Landwirtschaft –, aber auch auf den Wechsel von einer Flächennutzung zu einer anderen – der Bau eines Gewerbegebietes auf einer zuvor landwirtschaftlich genutzten Fläche, zum Beispiel. Manche Änderungen geschehen schleichend – wie beispielsweise die Aufforstung eines Gebiets –, andere wiederum abrupt wie zum Beispiel durch Naturkatastrophen verursachte Landnutzungsänderungen (Gömann und Weingarten, 2018).

Die Art der Landnutzung und die Änderung dieser wird von vielen Einflussfaktoren– bei uns im Folgenden Treiber – beeinflusst. Sie sind schon seit langem Forschungsgegenstand in der Geographie, den Nachhaltigkeitswissenschaften und ähnlichen Fachrichtungen (Bürgi, Hersperger, und Schneeberger, 2005).

 
Abbildung 1: Direkte und zugrundeliegende Treiber für Landnutzung. Eigene Abbildung nach Plieninger et al. (2016)
 
 

Geist und Lambin (2002) unterscheiden zwischen direkten (proximate drivers) und zugrundeliegenden Treibern (underlying drivers) für Landnutzungswandel. Direkte Treiber beziehen sich auf lokale Aktivitäten, die zu einer Änderung von Landnutzung beitragen. Die zugrundeliegenden Treiber sind gesellschaftliche und biophysikalische Prozesse, die nicht auf der lokalen Ebene stattfinden, den Landnutzungswandel aber indirekt beeinflussen. Sie können in fünf Cluster eingeteilt werden: Politik & Institutionen, Wirtschaft, Kultur, Technologie sowie Natur & Raum. Diese beeinflussen sich gegenseitig – so treiben viele zugrundeliegenden Treiber direkte Treiber an, auch wenn dies nicht immer so offensichtlich erkennbar ist (Geist und Lambin, 2002).

Es wird deutlich, dass die Landnutzungsveränderungen aus komplexen Zusammenhängen resultieren. Die hier präsentierte Systemanalyse ist in ihrer Komplexität sehr reduziert. Sie soll dennoch dazu dienen, grundlegende Zusammenhänge darzustellen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den zugrundeliegenden Treibern. Diese werden auf dieser Internetseite beschrieben und dann anhand von Daten – statistisch als auch räumlich – zu lokalen Entwicklungen und aktuellen Ausprägungen dargestellt.

Abbildung 2: Landnutzungsarten im Landkreis Lüneburg. Eigene Darstellung, Datenbasis: ALKIS Landkreis Lüneburg, 2021.
Abbildung 3: Landnutzungsarten im Landkreis Lüneburg in Prozent. Eigene Darstellung, Datenbasis: ALKIS Landkreis Lüneburg, 2021.
Abbildung 4: Landnutzungsarten in der Hansestadt Lüneburg. Eigene Darstellung, Datenbasis: ALKIS Landkreis Lüneburg, 2021.
Abbildung 5: Landnutzungsarten in der Hansestadt Lüneburg in Prozent. Eigene Darstellung, Datenbasis: ALKIS Landkreis Lüneburg, 2021.

 

Bürgi, Matthias, Anna M Hersperger, und Nina Schneeberger. 2005. „Driving forces of landscape change-current and new directions“. Landscape ecology 19 (8): 857–68.

Geist, Helmut J, und Eric F Lambin. 2002. „Proximate Causes and Underlying Driving Forces of Tropical Deforestation. Tropical forests are disappearing as the result of many pressures, both local and regional, acting in various combinations in different geographical locations“. BioScience 52 (2): 143–50.

Gömann, Horst, und Peter Weingarten. 2018. „Landnutzungswandel“. In Handwörterbuch der Stadt‐ und Raumentwicklung, 1335–47. Hannover: ARL – Akademie für Raumforschung und Landesplanung. https://shop.arl-net.de/media/direct/pdf/HWB%202018/Landnutzungswandel.pdf.

Plieninger, Tobias, Hélène Draux, Nora Fagerholm, Claudia Bieling, Matthias Bürgi, Thanasis Kizos, Tobias Kuemmerle, Jørgen Primdahl, und Peter H. Verburg. 2016. „The Driving Forces of Landscape Change in Europe: A Systematic Review of the Evidence“. Land Use Policy 57 (November): 204–14. https://doi.org/10.1016/j.landusepol.2016.04.040.

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